Bremer Freimarkt

Jedes Jahr im Oktober findet der traditionelle Bremer Freimarkt statt. Ein Ereignis das bei Groß und Klein beliebt ist. Alles ist Bunt, es riecht nach gebrannten Mandeln und allerlei anderer Leckereien. An allen Ecken wird gelockt zum Mitfahren, Lose ziehen oder Erleben. Aber auch für Fotografen/innen immer wieder ein Eldorado an Motiven.  Die besondere Herausforderung ensteht erst, wenn man analog auf Schwarzweißfilm fotografiert. Keine Vorschau, Keine Farben.  Die vielen Lichter und daraus entstehenden Lichtsituationen macht es dann noch schwieriger. Aber es macht auch immer wieder Spaß und die Freude ist dann groß, wenn der Film entwickelt ist und man die Resultate sieht. 

 

Sommerloch

Lange Zeit war es ruhig hier. Schuld daran war der doch sehr warme Sommer. Animierte er doch ehr zum  baden gehen oder auf der Terrasse zu verweilen, als sich der Fotografie zu widmen.  Wer lief bei den Temperaturen, die der Sommer bot, auch schon gern mit der Kamera um den Hals durch die Gegend als sich lieber ein Abkühlung zu verschaffen. So blieb das Labor weitestgehend geschlossen und die Kamera in der Tasche. 

 

Jetzt wird es erträglicher draußen und der Herbst naht. Der fotografische Herbst zeigt sich zumeist erst, wenn die Blätter an den Bäumen bunt werden, das Herbstlaub von den Bäumen rieselt und die Welt sich in einer wahren Farbenpracht zeigt.

Das ist dann die Zeit wenn es an die Farbfilme geht. Denn nichts ist schöner die pastelligen Farben auf Silberpapier zu bringen. Hier zeigt der Farbfilm und am besten der Diafilm sein wahres können. Feinste Farbabstufungen und seichte Tönungen des Farbspektrums.  Als Film für diese Situation eignet sich z.B. der Fuji Velvia besonders. 

 

Ich freue mich schon wenn es wieder an die Farbbilder geht. 

Mein erstes eigenes Buch

Fotografie und Bücher ist etwas, was definitiv zusammen gehört. Es gibt nichts schöneres, als sich in aller Ruhe mit einem tollen Bildband hinzusetzen und gemütlich Seite für Seite in die Welt der Bilder zu versinken. Zu toppen ist sowas dann nur noch von Ausstellungen. 

Wenn man fotografiert, liegt es also nahe, eine schöne Auswahl der Werke in ein Buch zu packen, dass man anderen zeigen kann. Es ist und bleibt eben doch ein anderes Wahrnehmen eines Bildes, wenn es gedruckt ist, anstatt es sich im Schnelldurchlauf auf einem Smartphone oder Tablet anzusehen.

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Der Weg zur Farbe

Als ich anfing, mich wieder intensiv mit der analogen Fotografie zu beschäftigen, war mein Schwerpunkt auf die Schwarzweiß-Fotografie ausgelegt. Auch war das Verhältnis von Fotografie und Labor recht ausgewogen. Mittlerweile bin ich mehr beim Labor als bei der Fotografie.

Vor einiger Zeit sind wir in den Serengeti-Park gefahren. Aus der misslichen Lage heraus, dass meine digitale Spiegelreflex kaputt war, entschloss ich mich, mir ein paar Farbfilme zu kaufen, damit ich wenigstens in Farbe analog fotografieren konnte.

Was liegt da näher, als das ich mich sowieso mehr mit dem Labor beschäftige, diese dann auch selber im C-41 Prozess ( Farbnegativ-Entwicklung ) zu entwickeln.

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Von Analog zu Saal-Digital

Ich durfte zum ersten mal ein Produkt von Saal-Digital testen, was mich sehr gefreut hat. Gerade weil ich eigentlich analog arbeite, ich aber nicht alle Möglichkeiten der heutigen Bildpräsentationen auf komplett analogen Weg nutzen kann, geht der Weg dann doch mal zum sogenannten Hybrid-Verfahren. Im Gegensatz zu vielen anderen Analog-Fotografen, die ihre Negative scannen um dann auf dem Weg ihre Bilder digital weiterverarbeiten, habe ich einen anderen Weg gewählt. Ganz im klassischen Sinne fertige ich aus einem Negativ erst einen analogen Print in 18x24 in meiner Dunkelkammer an. Der Print wird ganz nach Handprinter-Manier ausgearbeitet, also nicht einfach das Negativ 1:1 ausbelichtet, sondern abgewedelt, nachbelichtet und der Kontrast gesteuert. Erst das wirklich fertige Bild landet dann auf dem Scanner wo es in optimaler Qualität gescannt wird. Da ich dieses Verfahren so noch nicht in fertiger Version gesehen habe und ich die Qualität von Saal-Digital selber mal testen wollte, kam mir das Angebot gerade recht. Ich entschied mich für einen Druck auf Leinenpapier mit Keilrahmen, weil ich das am passendsten zu meiner Fotografie fand. 

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Experimente mit Röngenfilm ( x-ray )

Seit einiger Zeit experimentiere ich mit Röntgenfilm in einer 9x12 Großformat-Kamera. Mich fasziniert der Look, den so ein Röntgenfilm erzeugt. Perfektion ist dabei nur zweitrangig, da es sich dabei auch nicht um hochauflösende Filme handelt. Trotz 9x12 ist er doch körnig. Aber genau das ist der Charme den ich mag. Auch der geringere Graustufen-Verlauf gibt den Bildern ein gewisses etwas. Wer hier also super scharfe Bilder erwartet wird enttäuscht. Ich nenne es eine herrliche Unperfektheit. Eben was anderes als die klassische Fotografie. Und anders ist für mich immer gut.

Ich freue mich schon wenn ich es mal schaffe mir eine größere Kamera zuzulegen. Ein größeres Negativformat. 

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Röntgenfilm ( X-Ray ) in der Großformatkamera

Irgendwo in den Weiten des Internet las ich mal, dass man auch mit Röntgenfilm fotografieren könne. Die Meinungen dazu gehen extrem weit auseinander. Von "kann man machen" bis "geht garnicht" war alles vertreten. Es gab so unterschiedliche Argumente, dass ich mir in den Kopf gesetzt habe es einfach selber mal auszuprobieren. Erste Recherche: Beschaffung. Im Netz gibt es Anbieter, die X-Ray Filme vertreiben. Und so teuer sind die auch nicht. Aber zum Rumprobieren war mir das dann doch zu teuer. Ein Glück, wenn man einen Tierarzt auf der anderen Straßenseite hat. Also fragte ich ihn einfach mal ob er sowas noch hätte, was ja auch keine Selbstverständlichkeit mehr ist, da viele Ärzte mittlerweile auch Röntgenbilder in digitalisierter Form erstellen. Aber ich hatte Glück, und so überreichte er mir nicht nur eine angebrochene Packung Röntgenfilm im Format 24x30 sondern auch noch den dazugehörigen Entwickler und den passenden Fixierer. 

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Einwegkamera neu laden

Manchmal kommt man schon auf komische Ideen. So auch ich. Beim Aufräumen fand ich eine alte Einwegkamera, die schon 6/2009 abgelaufen war. Der Film war voll. Also die Überlegung und weil ich irgendwo mal die Erwähnung fand, dieses Ding mit einem neuen Film zu Laden. Da ich Meterware als Film nutze, bot es sich geradezu an. Vorsichtig die Aufkleber runter gezogen um zu sehen wie man das Teil überhaupt öffnen kann. 

Nach kurzer Begutachtung war klar, das ist recht einfach die Kamera zu öffnen. Also Schraubenzieher raus und vorsichtig die Laschen der Klipse hoch gebogen um die zwei Teile der Kamera voneinander zu trennen

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alte Bremer Strassenbahn

Am 30. April hatte die Bremer Straßenbahn ein kleines Jubiläum zu feiern. 125 Jahre Elektrifizierung der Linie 4. Aus diesem Anlass wurden mal wieder die alten Gefährte aus der Halle geholt und rumpelten über die Strecke Domsheide - Horn in Bremen, eben der Verlauf der Linie 4. Ich nahm es zum Anlass, die alten Bahnen gebührend mit älteren Kameras zu fotografieren. Es war schon ein kleines Erlebnis, auf solchen alten Deltas mit zu fahren. Wenn ich mir vorstelle wie das zu der Zeit war, als man mit den Dingern noch Tagtäglich von A noch B fuhr, genießen wir heute einen unglaublichen Luxus beim Bahn fahren. Harte Bänke, laut und eng. Es rumpelt, wackelt und quietscht an allen Ecken und Kanten. Der Fahrer musste noch stehen. Wenn man sich vorstellt wie viele Stunden die Teilweise da auf dem harten und vibrierenden Boden aushalten mussten, sind heutige Fahrzeugführer echt gut dran. 

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Eine kleine Reise nach Groningen

Groningen ist ja von Bremen aus recht gut und günstig zu erreichen. Also machte ich mit meiner Frau am Dienstag einen kleinen Ausflug dorthin. Ziel war eigentlich der Wochenmarkt, aber da wurden wir enttäuscht. Es gab nicht wirklich viel zu sehen. Wir machten eine kleine Kaffee-Pause und ich frage die Kellnerin warum der Markt nicht so groß ist bekam ich zwei einleuchtende Antworten: 1. Sei die eigentliche Saison erst so ab Mitte Mai und 2. sei an Freitagen mehr los. Wieder was dazugelernt. Aber ich war ja hauptsächlich da um ein paar Bilder zu machen. Also Spazierten wir so durch den Stadtkern von Groningen und ich zückte meine Konica T4 und machte ein paar Bilder. 

Das erste was auffällt ist die gigantische Menge an Fahrrädern. 

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Ein neues Kleid für die Konica T4, Teil 2

Alles runter, Schablonen geschnitten und angepasst. Nachdem das neue Leder da war, ging es auch gleich an die Arbeit. Vorher alle Flächen ordentlich reinigen bis in die letzten Ecken. Dank der Schablonen ging das zuschneiden des Leders recht zügig von der Hand. Der schwierigste Teil war das aufbringen der Lederteile. Nachdem der Kleber aufgetragen war und dünn verteilt wurde, sowohl am Gehäuse als auch auf den Lederteilen, durfte er noch ein wenig antrocknen. Danach war sehr gründliches und genaues Arbeiten angesagt, denn erstmal aufgebracht, gab es keine Möglichkeit mehr die Lederteile zu verschieben oder neu auszurichten ohne das das Leder schaden genommen hätte. Am Ende ist alles gut gelaufen. Die Teile sind ordentlich verklebt, Die Kamera wieder zusammen gebaut. Und schick sieht es aus...


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Ein neues Kleid für die Konica T4

Meine Konica T4. Eine sehr schöne und Solide Kamera, mit der das Arbeiten Spaß macht. Wenn da nur nicht die alte schon recht zusammengeschrumpfte Belederung wäre. Zum einen sieht es nicht sonderlich schön aus, zum anderen kleben die Ecken wo der darunterliegende Kleber sichtbar ist. Also entschloss ich mich, der Kamera ein neues Kleid zu verpassen. Und weil ich "Personalisierung" mag, habe ich mich zu einem Grau entschlossen. Aber erst einmal hieß es, altes Leder runter, reinigen und danach Schablonen erstellen. Was sich als ziemlich fitzelig herausstellte und ich doch mehr auseinanderbauen musste als ich eigentlich wollte. Aber gut. 

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Kodak t400 CN

Nach dem ich ja nun schon lange mal das Thema Kodak T400 CN angekündigt hatte, war es an der Zeit das ganze nun auch mal umzusetzen. Also hab ich meine Seagull 6x6 mit dem Film geladen und habe mal, recht wahllos und ohne besondere Ansprüche, ein paar Bilder gemacht. Es geht ja nicht um die Bilder an sich, sondern um die Frage, was es bringt einen Film der für den C41 Prozess

( Farbnegativentwicklung ) gedacht ist, eben einfach mal in üblicher Schwarzweiß-Chemie zu entwickeln. Somit habe ich den Film dann auch in Kodak D-76 entwickelt. Ich habe bewusst nicht nach Ergebnissen gegoogelt und eventuelle Zeiten, sondern einfach mal aus meinem Gefühl heraus den Film entwickelt. Also bin ich mit der "normalen" Entwicklungsmethode ran gegangen, 15 Minuten lang, jede Minute gekippt. Raus gekommen ist tatsächlich brauchbares Negativmaterial. Okay, für den Belichter wird es nicht gehen, da der Träger typischerweise braun ist, aber zum Scannen reicht es alle mal. 

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Die Voigtländer Vitessa 500 S

Ich fotografiere gern mal mit Kameras die man so eigentlich selten benutzen würde. Da ich keine großen finanziellen Sprünge machen kann und daher gern mal nach günstigen Kameras, also wirklich günstigen, ausschau halte, kam mir irgendwann dieses Stück hier in die Hände. Eine Voigtländer Vitessa 500 S. Sie stammt aus einen ganzen Konvult aus alten teils defekten analogen Kameras. Ich wollte wissen ob und wie weit sie noch funktioniert. Der erste Eindruck war gut. Sie löste einwandfrei aus, der Belichtungsmesser schlug auch an, Filmtransport lief auch, soweit so gut. Also habe ich das gute Stück mit einem von mir noch nicht genutzten Fomapan 100 geladen und die Kamera auf gut Glück mal in die Tasche gesteckt. Meine Mamiya 1000 nc, die ich sonst eigentlich immer dabei habe, blieb mal zuhause. So nutze ich die Gelegenheiten mit der Voigtländer mal Bilder zu machen. Nicht besonderes, einfach hier und da mal geknipst. 

 

Grundsätzlich fällt auf, dass es eine sehr solide kleine Kamera ist. Für ihre Größe recht schwer aber liegt gut in der Hand.  Nur der Auslöser ist etwas zu leichtgängig und man neigt dazu, ungewollt auszulösen wenn man sie in der Tasche hat. Da sie keinen Spiegel hat ist sie beim Auslösen extrem leise, was sie zu einer idealen Streetkamera macht.  Auch das der Spannhebel, eben nicht wie gewohnt oben, sondern an der Unterseite ist, genauso wie die Rückspulkurbel, ist recht ungewöhnlich.

 Auch das Sucherbild ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, weil es auf allen Seiten Informationen liefert. Links in welchem Bereich man fotografiert, wobei man am Objektiv auch genauer die Meter einstellen kann, oben die gewählte Blende und rechts ( etwas schlecht zu erkennen ) der Zeiger des Belichtungsmessers. Also eigentlich bietet diese kleine Kamera alles um kreativ zu arbeiten, da keine Elektronik irgendwo eingreift. Schwierig ist es halt die Entfernungen recht genau abzuschätzen, was gerade bei einer Blende von 2,8 schon schwierig ist, da der Bereich der Schärfe ja recht gut zusammenschrumpft. 

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Vincent Peters; ein Interview

Ich schaue oder höre gern mal Interviews oder Reportagen über Fotografen. Mich interessieren dabei ihre Einstellung zur Fotografie, was sie bewegt und was ihr Antrieb, ihre Motivation ist. Dabei spielt der Bekanntheitsgrad keine Rolle. 

Ein solches Videointerview hat Michael Omori Kirchner, der auch die sehr interessante Webseite Fotografr.de betreibt, mit Vincent Peters geführt, dass mich sehr interessiert hat. Ich empfinde seine Ansichten zur Fotografie und seine Einstellung dazu sehr ähnlich der meinen, auch wenn ich noch lange nicht meinen Weg gefunden habe. 

Ein Interview das sich auf alle Fälle zu schauen lohnt.